NORDSTRASSE 127

Ein Gründerzeithaus bleibt – und wird neu interpretiert.

Das 1891 erbaute Wohnhaus in Zürich-Wipkingen zeigt, wie sich historische Bausubstanz und zeitgemässes Wohnen verbinden lassen. 

Bauherrschaft, Architekten und Denkmalpflege entschieden sich bewusst für eine sorgfältige Weiterentwicklung des Bestands.

Historische Materialien, originalgetreue Details und traditionelle Bauweisen prägen die Sanierung. Ergänzt wird der Altbau durch einen eigenständigen Anbau aus Stahl und Glas, der einen klaren Kontrast setzt und Alt und Neu zu einem stimmigen Ganzen verbindet.

Adresse: Nordstrasse 127, 8037 Zürich

Gebäudetyp: Wohnhaus im Stil der Gründerzeit, Baujahr 1891

Projekt: Sanierung und Erweiterung mit Anbau

Konzept:

  • Rückführung des Altbaus näher an den historischen Ursprungszustand

  • Steigerung des Wohnkomforts bei gleichzeitigem Erhalt der historischen Substanz

  • Aussenräume verbunden mit Aussentreppe als gemeinsame Begegnungszone

  • Verwendung von baubiologischen Materialien

Architektur:
AMIGS Architektur, Zürich

Bauherr:
Nik Leuthold, LENTOS GmbH

Baumanagement:
Daniel Baltensperger, miniti GmbH

Fotografie: Judith Stadler

  • Anzahl Wohnungen:

    • 2 Familienwohnung mit 5,5 Zimmern

    • 1 x 3,5-Zimmer-Wohnung im DG

    Geschossfläche: 320m²
    Energie: Wärmepumpe mit Erdsonden und Photovoltaikanlage
    Garten: Gemeinschaftlich nutzbar, mit Naturmassnahmen zur Förderung der Biodiversität

  • Ein Umbau, der historische Substanz respektiert und zeitgemäss weiterdenkt.

    Der Gründerzeitbau wurde sorgfältig saniert und näher an seinen ursprünglichen Zustand zurückgeführt. Historische Materialien und Details – etwa Böden, Türen und Fenster – wurden erhalten, aufgearbeitet oder nach historischem Vorbild erneuert.

    Ein neuer Anbau aus Stahl und Glas ergänzt den Altbau. Mit filigranen Profilen, grossen Glasflächen und einer offenen Struktur verbindet er die Wohnungen untereinander und schafft neue Zugänge zum Garten. So entsteht ein Ensemble, das Alt und Neu zu einem stimmigen Ganzen verbindet.

    Sanierung:

    • Verwendung authentischer historischer Materialien

    • Rekonstruktion von Fenstern und Türen nach historischem Vorbild

    • Aufarbeitung und Wiedereinbau des originalen Parketts

    Erweiterung:

    • Mehrgeschossiger Anbau aus Stahl und Glas

    • Filigrane Stahlprofile mit grossen Glasflächen

    • Inspiration durch historische Industriebauten

    • UG ausgebaut zu gemeinschaftlich genutzten Freizeiträumlichkeiten

    Gestaltung / Kunst:

    • Wendeltreppe, Geländer und Brücken von Metallkünstler Gregor Portmann

    • Fassadenplastik von Künstlerin Maja Thommen

    • Erhaltung der bestehenden historischen Bauteile (Parkettböden, Treppenhaus, Fassade, Gartenanlage etc.)

    • Unterfangung des bestehenden Gebäudes Zwecks Ausbaus der Kelleräumlichkeiten

    • Verbindung des Wohn- und Aussenraums zu schaffen durch Anbau

    • Integrierung des industriellen Anbaus in den historischen Charme des bestehenden Gebäudes

    • Erhalt der historischen Bausubstanz und respektvoller Umgang mit dem denkmalgeschützten Gebäude

    • Sorgfältige Sanierung statt Ersatzneubau

    • Verbindung von historischem Charakter und zeitgemässem Wohnkomfort

    • Weiterbauen am Bestand durch einen eigenständigen, modernen Anbau

    • Ein Ensemble, das Alt und Neu zu einem stimmigen Ganzen verbindet und die Baugeschichte weiterführt

    • Erfolgreiche Förderung gemeinschaftlichen Zusammenlebens durch eine Verbindung der drei Wohnungen über den Anbau mit Wendeltreppe, welche die Wohnzimmer und Terrassen verbindet, und mittels viel gemeinschaftlich genutztem Raum im Garten, auf den Terrassen und im UG